16.05.19 5. Abonnementkonzert

5. Abonnementkonzert
20:00 Uhr, Festsaal Ingolstadt

Sie sind Vater und Sohn, überdies Musiker ersten Ranges. So ist der Fagottist Mor Biron ein Mitglied der Berliner Philharmoniker, wohingegen sein Vater Avner Biron als Gründer und Leiter des „Israel Camerata Orchestra Jerusalem“ firmiert. Zudem war er Direktor der Musikakademie in Jerusalem und hat als Lehrer Generationen von Flötisten geprägt, darunter auch seinen Sohn. Der spielte zunächst Bassblockflöte und Cello, bis er zum Fagott wechselte. Beim GKO gestalten die Birons gemeinsam die Fagott-Konzerte in B-Dur KV 191 von Mozart sowie in G-Dur RV 493 von Antonio Vivaldi. Mit seinen insgesamt 39 Fagott-Konzerten hat Vivaldi diesem Instrument zum solistischen Durchbruch verholfen und zugleich diese spezifische Gattung etabliert. Von dieser Vorarbeit profitiert auch Mozart, als er 1774 sein einziges Fagott-Konzert komponiert. Die Ecksätze warten mit größter Virtuosität auf, während der Mittelsatz einen innigen Lyrismus entwickelt. In derselben Tonart wie das Fagott-Konzert hat Mozart überdies seine Sinfonie Nr. 33 von 1779 gesetzt – ganz ohne Pauken und Trompeten. In der Durchführung des Kopfsatzes taucht ein Vier-Ton-Motiv aus, welches das Finale der späteren „Jupiter-Sinfonie“ prägen wird. Das 1782 nachkomponierte Menuett erinnert im spezifischen Einsatz der Holzbläser-Farben an Joseph Haydn, von dem die Sinfonie in c-Moll Nr. 52 erklingt. Sie ist ein verdüstertes Nachtstück, das so fatalistisch endet, wie es beginnt.

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 52 c-Moll
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Fagott und Orchester in B-Dur KV 191
Antonio Vivaldi: Konzert für Fagott und Orchester in G-Dur RV 493
Wolfgang Amadeus Mozart: Adagio und Fuge
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 33 B-Dur KV 319

19:10 Uhr findet die Konzerteinführung mit Marco Frei statt.

Mor Biron, Fagott
Ruben Gazarian, Leitung

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