17.10.19 8. Abonnementkonzert

8. Subscription concert
20:00 Uhr, Festsaal Ingolstadt

Einen besonderen Schwerpunkt bildet bei diesem Programm die Heimat des GKO, nämlich Georgien. Da ist die Solistin Veriko Tchumburidze: Sie wurde zwar 1996 in der Türkei geboren, ist jedoch Georgierin. Beim „Internationalen Henryk-Wieniawski-Violin-Wettbewerb“ 2016 in Posen erlangte sie den Sieg – und zwar „mit Leichtigkeit“, wie die internationale Presse lobte. Unter der Leitung von Ruben Gazarian gestaltet sie die Suite für Violine und Streichorchester op. 117 von Jean Sibelius sowie das berühmte Violinkonzert Nr. 5 in A-Dur KV 219 von Mozart. Im Jahr 1929 entstanden, während der Arbeit an seiner Achten Sinfonie, wollte Sibelius die Suite op. 117 „nicht zur Veröffentlichung“ freigeben. Erst im Dezember 1990 wurde das kurze Werk erstmals aufgeführt, in Lahti. Dagegen erstaunt im Violinkonzert Nr. 5 von Mozart schon allein der erste Einsatz des Soloinstruments. Erst nach einer Adagio-Kantilene stimmt die Violine das Hauptthema an. Der Finalsatz verwebt Menuett und Rondo, zudem mit Alla-turca-Effekten. Aus Georgien stammen überdies die Komponisten Sulchan Nassidse und Sulchan Zinzadse. Beide sind in den 1990er Jahren verstorben und reflektieren in ihrem Schaffen unter anderem die Musik von Dmitri Schostakowitsch. Daneben ist Nassidse auch von Igor Strawinsky und Béla Bartók geprägt, wie seine populäre Kammersinfonie Nr. 3 von 1969 zeigt. In den „Miniaturen“ verarbeitet Zinzadse hingegen nicht zuletzt die Folklore Georgiens. 

Jean Sibelius: Suite für Violine und Streichorchester op. 117
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur
Sulchan Nassidse: Kammersinfonie Nr. 3
Sulchan Zinzadse: Miniaturen für Streichorchester

19:10 Uhr findet die Konzerteinführung mit Marco Frei statt.

Veriko Tchumburidze, Violine
Ruben Gazarian, Leitung

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