27.07.18 Abonnementkonzert ++ Open Air

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20:30 Uhr, Turm Baur Ingolstadt

Wenn von dem David Orlowsky Trio die Rede ist, kann aus Musikkritik schnell Poesie werden. „Hör zu, wenn die Klarinette von der ganzen Welt spricht!“, heißt es etwa. Andere attestieren der Truppe eine „schwerelose Musik des Augenblicks“, die „den Tönen eine Seele“ einhauchten. Ein „samtiger und magischer Klang der Lebenserfahrung“, in dem die „Grenze zwischen Lachen und Weinen“ verwische. Gerade deswegen sind der Klarinettist David Orlowsky sowie der Gitarrist Jens-Uwe Popp und der Kontrabassist Florian Dohrmann hochgeschätzte Kenner der Klezmermusik. Diese Tradition setzen die Echo-Preisträger mit eigenen Kompositionen fort. Sie selbst sprechen von „chamber.world.music“. Dabei hat Jens-Uwe Popp schon mit dem Klezmer-König Giora Feidman musiziert, wohingegen Florian Dohrmann den Jazz besonders liebt. Der gebürtige Tübinger David Orlowsky pflegt wiederum auch mit Klassik-Musikern wie Gidon Kremer oder Igor Levit engen Austausch. Nach Ingolstadt kommen sie nun mit weltmusikalischen Eigenkreationen, die auch Istanbul oder den Balkan beschnuppern. Unter Ruben Gazarian erklingt zudem die Kammersinfonie Nr. 1 op. 145 von Mieczysław Weinberg, ein indirekter Schüler von Dmitri Schostakowitsch. Als polnischer Jude war er ein zweifach Verfolgter: Vor dem Naziterror ist Weinberg aus Polen in die Sowjetunion geflohen, um bald im antijüdischen Stalinismus inhaftiert zu werden. Eine Intervention von Schostakowitsch konnte Schlimmeres verhindern.

Mieczyslaw Weinberg: Kammersinfonie Nr. 1 op. 145
Jens-Uwe Popp (arr. David Bruce): „Satin“
David Orlowsky (arr. Rainer Tempel): „Le Tigre“
Florian Dohrmann (arr. Rainer Tempel): „Chronos“
David Orlowsky (arr. Matan Porat): „Happiness“
PAUSE
David Orlowsky (arr. Torsten Rasch): „North“
Florian Dohrmann (arr. Ralf Hesse): „Philomelos“
David Orlowsky: „Bucovina“
Florian Dohrmann (arr. Matan Porat): „Balkanplatte“
Jens-Uwe Popp: „Jodaiye“
David Orlowsky (arr. Rainer Tempel): „Istanbul“
Florian Dohrmann: „Twisted Bulgar“
David Orlowsky (arr. David Bruce): „Juli“

David Orlowsky Trio
Ruben Gazarian, Leitung

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