22.03.18 Abonnementkonzert +

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20:00 Uhr, Festsaal Ingolstadt

Sie hat sich einmal als „Soubrette auf dem Weg zum lyrischen Sopran“ charakterisiert. Was auch selbstironisch gemeint ist, mit einem frechen Augenzwinkern trifft durchaus zu, denn: Maria Rosendorfsky steht für eine staunenswerte Vielfalt an Rollen und Genres. Nicht zuletzt schließt das Ernste das Leichte nicht aus und umgekehrt. Die Sopranistin aus Wien, gegenwärtig Ensemblemitglied am Theater Ulm, kennt keinerlei Berührungsängste. So ist es für Maria Rosendorfsky kein Stilbruch, wenn sie für ihr „Frankreich“-Gastspiel beim GKO Kunstlieder mit Chansons von Edith Piaf verbindet. Mit ihrer lyrischen
Leichtigkeit passt ihre Stimme ganz perfekt zum französischen Repertoire. Unter der Leitung von Timo Handschuh, dem Generalmusik-Direktor am Theater Ulm, gestaltet sie den gewichtigen Liederzyklus „Les nuits d’été“ von Hector Berlioz. Der Titel ist irreführend, weil es eben nicht um laue Sommernächte geht.
Die Nächte, welche Théophile Gautier in dem Gedichtband „La comédie de la mort“ beschreibt, sind voll des Todes, der Melancholie und der Schwermut. Ein langes Lamento über die Liebe ist das Ergebnis. In der „Pavane couleur du temps“, ursprünglich 1920 entstanden als Streichquintett in der Schubert-Besetzung
mit zwei Celli, ringt der Franko-Schweizer Frank Martin der Melancholie luziden Lyrismus ab. Diesen frankophilen Reigen ergänzen Erik Satie und die charmante Streichersinfonie von Jean Françaix aus dem Jahr 1948.

Frankreich

Frank Martin: „Pavane couleur du temps“ (Adagietto) für Streicher
Hector Berlioz: „Les nuits d'été“ - Liederzyklus op. 7 in sechs Sätzen
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Jean Françaix: Symphonie d'archets
Erik Satie: „Gymnopedie“ Nr. 1
Erik Satie: „Je te veux“
Edith Piaf: „La vie en rose“
Edith Piaf: „Padam Padam“
Edith Piaf: „Non, je ne regrette rien“

Maria Rosendorfsky, Mezzosopran
Timo Handschuh, Leitung

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