08.05.18 5. Abonnementkonzert

5. Abonnementkonzert
20:00 Uhr, Festsaal Ingolstadt

Sie ist gleichermaßen einer Grand Dame der Violine und Bratsche. Mit ihren Einspielungen hat Isabelle van Keulen vielfach Maßstäbe gesetzt. Jetzt ist die niederländische Musikerin zu Gast beim GKO, um unter der Leitung von Ruben Gazarian an einem Porträt-Konzert rund um Grigori Frid mitzuwirken. Der russische Komponist, Maler und Schriftsteller ist 2012 verstorben, fast 100-jährig. Im Stalinismus ist seine Familie massiven Verfolgungen ausgesetzt. Viele Verwandte werden liquidiert oder verschwinden spurlos. Sein Vater muss im Gulag schuften. In Moskau studiert Frid bei dem großen Avantgardisten Wissarion Schebalin. Zu den schöpferischen Vorbildern zählen Dmitri Schostakowitsch, Igor Strawinsky, Arnold Schönberg und Alban Berg, die er vielfach mit clusterhaften Klangflächen befragt. Überdies hat er sich frühzeitig für Komponisten eingesetzt, die in der UdSSR misstrauisch beäugt wurden. Darunter finden sich gewichtige Gestalten wie Alfred Schnittke, Edison Denissow oder Sofia Gubaidulina. Zu seinen besonders bekannten Werken zählen die Opern „Das Tagebuch der Anne Frank“ sowie „Briefe des van Gogh“. In Ingolstadt dirigiert Ruben Gazarian hingegen die Sinfonie Nr. 3 für Streichorchester und Pauken von 1964 sowie „Zwei Inventionen“ für Streicher von 1962. Dagegen ist Isabelle van Keulen gemeinsam mit Oliver Triendl im Doppelkonzert für Viola, Klavier und Streichorchester zu erleben.

Grigori Frid: Doppelkonzert für Viola, Klavier und Streichorchester
Grigori Frid: Inventionen für Streichorchester
Grigori Frid: 3. Sinfonie für Streichorchester und Pauken

Isabelle van Keulen, Viola
Oliver Triendl, Klavier
Ruben Gazarian, Leitung

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