12.04.18 4. Abonnementkonzert

4. Abonnementkonzert
20:00 Uhr, Festsaal Ingolstadt

Wer den Kontrabass mit behäbiger Schwerfälligkeit und verdüstertem Grummeln verbindet, hat noch nicht Petru Iuga gehört. Der in Mannheim lehrende Bassist aus Rumänien entlockt dem Instrument eine überaus leichtfüßige Virtuosität und luzide Klangsinnlichkeit. Mit diesem Profil hat er schon frühzeitig bei zahlreichen Wettbewerben abgeräumt. Mit Sebastian Tewinkel am Pult gestaltet Petru Iuga nun zwei Konzerte für Kontrabass, die zu den absoluten Höhepunkten dieser Gattung zählen: das in D-Dur von Johann Baptist Vanhal sowie in h-moll von Giovanni Bottesini. Als „Paganini des Kontrabass“, wie ihn seine Zeitgenossen
nannten, glänzte der Verdi-Zeitgenosse Bottesini mit stupender Virtuosität, um in seinem Konzert zugleich die Welt des Belcanto zu ergründen. Der langsame Satz mutet wie eine große romantische Opernarie an, wohingegen es der Kopfsatz mühelos mit Solokonzerten von Niccolò Paganini oder Henry Wieniawski aufnehmen kann. Mit seinem Konzert hat wiederum der Böhme Vanhal ein Meisterwerk der Klassik geschaffen, das bisweilen bis an die Grenzen des „Sturm und Drang“ reicht.
Zwischen 1786 und 1789 komponiert, ist von dem Werk nur eine Stimmenabschrift des berühmten Kontrabassisten Johannes Sperger überliefert. Dieser Kontrabass-Reigen wird von den Haydn-Sinfonien Nr. 44 sowie Nr. 26 „Lamentatione“ umrahmt. Letztere hat ihren Beinamen, weil in den ersten beiden Sätzen choralhafte Passionsmelodien
verarbeitet sind.

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 26 d-Moll „Lamentatione“ (Die Klage)
Johann Baptist Vanhal: Konzert für Kontrabass und Orchester D-Dur
PAUSE
Giovanni Bottesini: Konzert für Kontrabass und Orchester h-Moll (Fassung für Kontrabass und Streichorchester)
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 44 e-Moll

Petru Iuga, Kontrabass
Sebastian Tewinkel, Leitung

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