16.01.19 1. Abonnementkonzert

1. Abonnementkonzert
20:00 Uhr, Festsaal Ingolstadt

Bei seinem ersten Auftritt als diesjähriger „Artist in Residence“ koppelt Sergei Nakariakov ein zeitgenössisches Werk mit der Wiener Klassik. Dabei kommt ein Werk zu Gehör, das eigens für den Trompeter entstanden ist: „ad absurdum“ für Trompete und kleines Orchester von Jörg Widmann. Im Jahr 2002 komponiert, knüpft das Stück ganz bewusst an die „leichtere, knappe, humoristische Tradition des Konzertstücks“ an, so Widmann. „Auf engem Raum werden in heiterem Tonfall die Protagonisten in immer ausweglosere Situationen ‚ad absurdum‘ geführter Virtuosität gehetzt.“ Der Solopart ist fast unspielbar, womit auch die romantische Virtuosität konterkariert wird. Widmann spricht von einem „manischen Kreisen in einem selbstgebauten Käfig“. Mit der Betonung der Tradition des Konzertstücks schlägt Widmann selbst eine Brücke zur Wiener Klassik, zumal Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart das Divertimento und die Serenade zur höchsten Vollendung geführt haben. Deswegen wird Widmann sinnstiftend mit Haydn und Mozart gekoppelt. Im Konzert für (Flügel-)Horn und Orchester Nr. 4 KV 495 von 1786 entwirft Mozart den Mittelsatz als poetische Waldhorn-Romanze. Dagegen setzt Haydn in seiner Sinfonie Nr. 27 von 1760 vor dem Presto-Finale ein graziöses Siciliano-Andante, um sechs Jahre später mit der Sinfonie Nr. 34 sein erstes Moll-Werk dieser Gattung vorzulegen. Der Perpetuum-Mobile-Charakter der Final-Tarantella scheint auf Widmann vorzugreifen.

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 34 d-Moll

Jörg Widmann: ad absurdum, Konzertstück für Trompete und kleines Orchester

Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Flügelhorn und Orchester Nr. 4 Es-Dur KV 495 (nach dem Hornkonzert Nr. 4)

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 27 G-Dur

 

19:10 Uhr findet die Konzerteinführung mit Marco Frei statt.

Sergei Nakariakov, Trompete

Ruben Gazarian, Leitung

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